Wiesenhof warnt in internem Schreiben
Veröffentlicht von: Horwath Donnerstag, den 09. Juli 2009 um 06:20 Uhr
Gerlingen, 8. Juli 2009 – In einem internen Rundschreiben an Geflügelfarmer warnt die zum Agrarkonglomerat Wiesenhof gehörende BWE-Brüterei Weser-Ems vor "ungebetenen Gästen".Â
Â
Geflügelhalter würden aufgefordert, ihre Türen vor Tierschützern verschlossen zu halten und keine Stellungnahmen zu tierschutzrelevanten Fragen abzugeben.
Für Agrarwissenschaftler Dr. Edmund Haferbeck von PETA ein Skandal: "Das Rundschreiben dokumentiert die Angst der Tierproduktionsindustrie, dass solche Bilder, wie sie PETA unlängst veröffentlicht hat, dem Verbraucher bekannt werden.
Lug und Trug sollen aufrechterhalten werden – für die Wahrheit hinter der industriellen Tierproduktion ist kein Raum!"
Â
Bereits im Mai veröffentlichte die Tierrechtsorganisation Aufnahmen von QS-zertifizierten Geflügelmastbetrieben und einem Schlachthof, die für Wiesenhof arbeiten.
Wiesenhof gehört zur PHW-Gruppe.
"Der Name ‚Wiesenhof‘ ist irreführend – die meisten Tiere haben in ihrem Leben nie eine Wiese gesehen", kritisiert Haferbeck. "Bedrückende Enge, übermäßige Vergabe von Antibiotika und fehlende tierärztliche Betreuung sind dagegen an der Tagesordnung."
Laut PETA ist das QS- Zeichen als selbstgegebenes Etikett kein Zeichen für staatliche Überwachung: "Die Kontrollen sind eine einzige Farce".
PETA erstattete in mehreren Fällen Strafanzeige gegen QS-zertifizierte Betriebe wegen Verstoß gegen das Tierschutzgesetz.
Die meisten Verfahren sind noch anhängig.
Einem nordrheinwestfälischen Schweinemäster wurde das QS-Siegel bereits entzogen und er wurde wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz zur Zahlung einer Buße in Höhe von 5.000 Euro verurteilt.
Â
Â
Quellen:
PETA Deutschland e. V.
Benzstr. 1
70839 Gerlingen
www.peta.de
Â
Â
Diesen Beitrag im Forum besprechen
 ÂÂ
| < Zurück | Weiter > |
|---|
| Weitere Artikel zu diesem Thema | |




