Skandal
Veröffentlicht von: Horwath Donnerstag, den 07. Mai 2009 um 10:29 Uhr
Vegafon.de berichtete am 08.Februar über die Gefangenschaft von zehn österreichischen Tierschützern und deren ungerechtfertigte Inhaftierung ( Link ).Diese wurden gemäß des österreichischen §278a STGB zur Bekämpfung von Strukturen des organisierten Verbrechens beschuldigt, überwacht und von vermummten Polizisten mit Schusswaffen verhaftet.
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Bild: DDr. Martin Balluch
Nach 104tägiger Haft wurden die zehn Tierschützer um den Aktivisten Martin Balluch ohne weitere Anschuldigungen frei gelassen.
Kommentare von Martin Balluch, dem Obmann des VGT (Verein gegen Tierfabriken), und eine sehr detaillierte Beschreibung zu den einzelnen Vorwürfen findet man auf den Seiten des VGT ( Link
).
DDr. Martin Balluch beschreibt die schockierenden Vorgehensweisen des Staates und die gänzlich unverständlichen Vorwurwürfe auf 101 Seiten
:
Textentnahme:
"Der vorliegende Abschlussbericht fasst alle Erkenntnisse der Polizei dieser viele Jahre andauernden Ermittlungen zusammen.
Im Laufe dieser Ermittlungen wurde nicht nur DDr. Balluchs Mobiltelefon mehr als 1 Jahr lang abgehört und gepeilt, er wurde auch monatelang observiert, seine Bankkonten wurden überwacht, seine Emails wurden gelesen und sein Auto mit einem Peilsender versehen.
Zusätzlich brach die Polizei in die Räumlichkeiten seines Vereins ein und installierte Mikrophone.
Es kam also zu einem Großen Lauschangriff.
Laut Gerichtsakt wurden auch verdeckte Ermittler in seinen Verein eingeschleust.
Im Laufe dieser Ermittlungen verbreitete das Innenministerium ununterbrochen Falschmeldungen über DDr. Balluch, um seinen Ruf zu schädigen.
Und um diese Rufschädigung richtig zu stellen, wird jetzt der Abschlussbericht der polizeilichen Ermittlungen vollständig veröffentlicht."
Rufschädigungen sind zum Beispiel die Herstellung einer Verbindung von DDr. Martin Balluch mit fiktiven Namen "Giles E. Reeve", den er als Deckname getragen haben soll, die angebliche Mitgliedschaft bei ALF (Animal Liberation Front), ein organisationsloser Zusammenschluss von Tierschützern, die, im weiteren Kontext, auch gesetzwidriges Handeln betreiben sollen, sowie dutzende Unterstellungen, bei denen sogar ein Laie sieht, dass Wörter wie "Liberation" keinerlei Aufruf zu gesetzwidrigen Taten enthalten.
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Sehr viel Text, der tatsächliche Klarheit schafft und den österreichischen Staat als den Täter darstellt, der dieser ist.
So wird deutlich, dass die einzigen nicht völlig allgemein gehaltenen Vorwürfe gegen Herrn Balluch aus dem Zusammenhang gerissene Sätze aus privaten E-Mails und Telefongesprächen sind.
Die absolute Überwachung der eigenen Gedanken sowie die mögliche Falschheit einer jeden Person, mit der man spricht, da diese ein verdeckter Ermittler sein könnte, welcher gezielt Themen anspricht und durch Suggestivfragen Geständnisse für Schuld tragende Gedanken herbei fingieren möchte, zeigen ein grausiges Bild eines totalitären Staates.
Während wir Tierschützer Tieren mehr Rechte einräumen wollen scheinen unsere eigenen Rechte nicht einmal in Grundsätzen zu existieren.
Würde ich nun einem Bekannten per E-Mail schreiben was meiner Meinung nach mit den involvierten Polizisten zu geschehen habe so wäre ich vermutlich der Nächste, den Sie abholen- sind meine Gedanken doch nicht bei den lieben Hoppelhäschen auf der Kleewiese.
So ist auch das Zitat Herrn Balluchs verständlich:
"die Polizei kann auch politisch instrumentalisiert werden und setzt da nicht nur keinen Widerstand dagegen, sie ist auch bereit, gegenüber unschuldigen Personen die ärgsten Vorwürfe zu erfinden, um diese in der Öffentlichkeit schlecht zu machen."
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Als Lehre aus diesen Geschehnissen habe ich die ALF- Symbole (Animal Liberation Front) sowie das Zeichen von ARM (Animal Rights Militia) bei den frei nutzbaren Symbolen auf Vegafon.de, im Bereich Tierschutz besonders markiert und hinzu gesetzt, dass man bei einer Verwendung dieser Symbole von übereifrigen Polizisten als Mitglied einer organisierten Verbrechensbande eingestuft werden könnte.
Also konzentriert Euch am besten immer auf die schönen Dinge im Leben- nicht, dass Ihr in einem privaten Gespräch jemandem etwas schlechtes Wünscht denn dann heißt es Gefängnis- Zwanzig Stunden dauernde Verhöre- Rufmord, und das einzige was sicher ist, ist, dass die Polizisten frei von Strafe bleiben.
Wie auch im parallel erschienenen Artikel bei der Albert Schweizer Stiftung
möchte ich mit dem Youtube Kommentar von Robert Misik schließen:
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Diesen Beitrag im Forum besprechen
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