PETA fordert Fleischsteuer

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Zu den am Donnerstag in Bonn beginnenden internationalen Klimaverhandlungen, legt PETA Deutschland e.V. einen Gesetzentwurf zum Klimaschutz vor, der eine Aufhebung des vergünstigten Mehrwertsteuersatzes von klimaschädlichen tierischen Produkten anstrebt.


Fleischtheke


Mit diesem Gesetzentwurf versucht PETA den Hauptverursacher des Klimawandels, die Tierwirtschaft, mehr in die Verantwortung mit einzubinden und die einseitige und rein symbolische Klimapolitik der Bundesregierung aufzuwerten.


"Warum werden Produkte, die entscheidend zum Klimawandel beitragen, durch Steuervergünstigung auch noch belohnt?" fragt Tobias-Jan Hagenbäumer, Kampagnenleiter bei PETA Deutschland e.V. "Gerecht ist: Wer einen Schaden verursacht muss auch dafür aufkommen. Bei diesem Gesetzentwurf werden nur diejenigen zur Kasse gebeten die maßgeblich den Klimawandel voran treiben."


Die Tierwirtschaft ist mit bis zu 32% der weltweiten Treibhausgasemissionen der Hauptverursacher des anthropogen Klimawandels und liegt um ein Vielfaches höher als der gesamte globale Verkehrssektor mit 13%, der schon seit langer Zeit mit Umweltsteuern belegt wurde.


Dass uns ein Nichthandeln beim Klimaschutz nicht nur durch Umweltkatastrophen, wie Flutkatastrophen, Dürreperioden oder Hurrikans teuer zu stehen kommen würde, zeigen Studien verschiedener Experten-Teams. So belaufen sich die globalen volkswirtschaftlichen Verluste durch den Klimawandel, nach einer Rechnung des Bayerischen Staatsministeriums, bei Nichthandeln auf bis zu 5.500 Mrd. €/Jahr; während die notwendigsten Kosten zur Vermeidung der schlimmsten Auswirkungen nur ca. 300 Mrd. €/Jahr ausmachen würden.


"Klimaschutz ist nicht nur sprichwörtlich in aller Munde" so Hagenbäumer. "Wenn jeder Deutsche nur 1kg weniger Rindfleisch pro Jahr essen würde, könnte die Klimabelastung von 7 Milliarden Autokilometern eingespart werden, das entspricht einer Autofahrt von 175.000 Erdumrundungen."


Weitere Informationen zu diesem Thema sowie den Gesetzentwurf und einen Online-Rechner zur Klimafreundlichkeit der eigenen Ernährung finden Sie unter: www.peta.de/fleischsteuerwww.peta.de/fleischsteuer


Die Darstellung zeigt den Schweinefleischpreis in Deutschland von 1950 bis 2004 im Verhältnis zum durchschnittlichen monatlichen Nettoverdienst. Angaben in Prozent


Fleischpreis/ Verdienst
Quelle: Berliner Zeitung, 26. 11. 2005


        

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