PETA fordert Ermittlungsverfahren zum Tod von "Schlittenhunden"
Veröffentlicht von: Horwath Donnerstag, den 02. April 2009 um 12:36 Uhr
Die internationale Tierrechtsorganisation PETA (People for the Ethical Treatment of Animals) spricht sich in diesem Jahr erneut gegen das "Iditarod Schlittenhunderennen" in Alaska aus, bei dem jährlich mehrere Hunde sterben. Die Tiere werden bei dem Rennen im März gezwungen, pro Tag ungefähr 200km zurückzulegen und oft bis zu 6 Stunden am Stück zu rennen. Aufgrund der zahlreichen Verletzungen und sogar Todesfälle forderte PETA USA die Polizei von Alaska nun auf, zum Tod der 6 bzw. 8 Hunde, die dem Rennen in diesem Jahr zum Opfer fielen, Ermittlungsverfahren einzuleiten.
Berichten zufolge starben in dem diesjährigen Rennen 6 Hunde – sie erfroren, hatten Flüssigkeit in der Lunge oder starben "aus ungeklärter Ursache". Nun wurde jedoch durch einen Insider der Branche bekannt gegeben, dass womöglich sogar noch 2 weitere Tiere das Iditarod nicht überlebten.
"Wir fordern sowohl Organisatoren als auch Gesetzgeber auf, die Verantwortlichen dieser Tierquälereien nicht ungestraft davonkommen zu lassen", so Nadja Kutscher von PETA Deutschland e.V.. "Die Bedingungen, unter denen die Tiere gehalten werden und dieses Rennen beschreiten müssen, entsprechen in keinem Fall ihren Bedürfnissen".
Das gesamte Rennen kann zwischen 9 und 14 Tagen dauern. Die Füße der Hunde sind blutig, mit Quetschungen übersäht, zerschnitten vom Eis und verschlissen von den enormen Strecken, die sie bewältigen müssen. Viele der Tiere erleiden Muskelzerrungen, Stressfrakturen oder erkranken an Darmviren oder blutigen Magengeschwüren.
Im Januar 2005 veröffentlichte das amerikanische Journal of Veterinary Internal Medicine eine Studie, die aussagt, dass 61% der untersuchten Schlittenhunde mit erhöhter Häufigkeit Magenerosionen oder Geschwüre nach dem Rennen aufwiesen; keiner der Hunde hatte diese Symptome vor dem Rennen.
Neben den offensichtlichen Grausamkeiten des Rennens selbst, zahlen die Hunde auch hinter den Kulissen des Iditarod einen hohen Preis. Nicht jeder Welpe ist von Geburt an ein schneller Läufer und die unterdurchschnittlichen Tiere werden üblicherweise getötet, weil sie nicht das nötige Durchhaltevermögen besitzen und nicht schnell genug laufen.
Weitere Informationen finden Sie hier
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