Patent auf Schweine

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Am 15. April haben Landwirte, Vertreter von Umwelt- und Tierschutzorganisationen und viele andere in München, dem Sitz des Europäischen Patentamts, gegen Patente auf Tiere demonstriert.

An diesem Tag endete die Einspruchsfrist für ein bereits erteiltes Patent auf die Zucht von Schweinen.

 

Schweine


Die Patentansprüche umfassen jedoch nicht nur das Verfahren zur Zucht, sondern auch die "Produkte” des Verfahrens, also die auf diese Weise gezüchteten Schweine.

Unter anderem hat das Land Hessen Einspruch gegen dieses Patent eingelegt.

Es wird aber vermutlich Jahre dauern, bis darüber entschieden ist.

Auch der Bundesverband Menschen für Tierrechte lehnt Patente auf Tiere ab und hatte vor einigen Jahren gegen mehrere Patente Einspruch eingelegt, u. a. gegen das Patent auf die genmanipulierte Krebsmaus.



Zitat der hessischen Landwirtschaftsministerin Silke Lautenschläger am Mittwoch in Wiesbaden:

"In der Vergangenheit hat das Europäische Patentamt die EU-Biopatentrichtlinie sehr weit ausgelegt.

Die landwirtschaftliche Entwicklung und die freie züchterische Entscheidung landwirtschaftlicher Tierzüchter wird dadurch erheblich eingeschränkt.

Die Richtlinie ist schwammig und unklar und muss konkretisiert werden.

Deshalb hat Hessen auch einen entsprechenden Entschließungsantrag im Bundesrat eingebracht. Mit dem Einspruch wollen wir erreichen, dass sich das Europäische Patentamt seiner Verantwortung stärker bewusst wird.

Natürliche Zuchtverfahren und Tiere sind nicht patentierbar".

Weiter sagte die Ministerin, Tiere seien fühlende und leidensfähige Wesen und keine technischen Erfindungen.

Tierpatente widersprächen daher der christlichen Auffassung vom Tier als Mitgeschöpf.



Eine Seite die sich Hauptsächlich dem Kampf gegen die Patentierung von Tieren widmet:
www.keinpatent.de

 



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