Haustiere in der Finanzkrise

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Deutschlands Tierheime sind überfüllt.

Seit Januar wurden etwa 20 Prozent mehr Hunde und Katzen abgegeben, als in den vergangenen Jahren.

 

Einsam und verlassen (c) PETA

Die häufigste Begründung: finanzielle Probleme.

Nadja Kutscher von der Tierrechtsorganisation PETA berät Tierfreunde, denen das Geld für Futter und Tierarzt fehlt.

Um die Überfüllung der Tierheime in Krisenzeiten zu vermeiden fordert PETA eine generelle Kastrationspflicht für Hunde und Katzen, sowie einen Zuchtstopp für Rassehunde.


„Viele Menschen haben ihren Arbeitsplatz verloren und wissen nicht mehr, wie sie ihre Lieblinge versorgen sollen.

Ich verstehe ihre Notlage und glaube nicht, dass die Finanzkrise nur eine Ausrede ist“, so Kutscher.

Die Tierschützerin bittet Betroffene dennoch, zuerst zu überlegen, ob nicht an anderer Stelle gespart werden kann.

Eine Katze koste im Schnitt 50 Euro im Monat – der Verzicht auf Urlaub, Handy und/oder Zigaretten sei für Mensch und Tier weniger schmerzhaft als die Abgabe eines geliebten Mitbewohners.

Kutscher rät dazu, den Tierarzt um eine Ratenzahlung zu bitten, damit lebensnotwendige Medikamente nicht entfallen müssen.

Im äußersten Notfall könne man sich auch an Vereine wie die „Tiertafel“ wenden – hier bekommen die Ärmsten kostenloses Futter für ihre Vierbeiner.

„Das Wichtigste ist, alle Möglichkeiten auszuschöpfen und nicht davor zu scheuen, um Hilfe zu bitten“, glaubt Kutscher.

„Ein Tier ist ein Familienmitglied, das nicht wie ein Gegenstadt entsorgt werden darf!“

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Quellen:
PETA Deutschland e. V.
Benzstr. 1
70839 Gerlingen
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