EU-Parlament macht Rückschritte
Veröffentlicht von: Horwath Donnerstag, den 07. Mai 2009 um 15:18 Uhr
Die Abstimmung zur Neufassung der Tierversuchsrichtlinie vom 05.05.2009 verlief verheerend.Europaweite Kritik von Tierschutzorganisationen aller Art sind das Resultat. Viel Unverständnis bis hin zu schlimmen Vorwürfen des Lobbyismus müssen sich die Abgeordneten nun gefallen lassen.
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Vegafon.de hatte bereits in diesen beiden Berichten die neue Tierversuchsrichtlinie angesprochen:
Tierversuchsrichtlinie in der EU und der Bundesrepublik vom 26.02.2009
und
Musterbrief an deutsche MEPs vom 01.05.2009
Den kompletten Entwurf der Tierversuchsrichtlinie finden Sie hier
Einzelpunkte sind das verstärkte Nutzen von Alternativmethoden, die Senkung der Anzahl der Versuchstiere auf ein Minimum, die verstärkte Entwicklung von Alternativmethoden, Erwerb, Zucht, Kennzeichnung und Haltung von Tieren, einschließlich der zugehörigen Unterbringungs- und Pflegeanforderungen, Zulassung und Funktionsweise von Einrichtungen, die Tiere züchten, liefern oder verwenden, sowie Inspektionen in diesen Einrichtungen, Zulassung von Personen, die Tiere verwenden oder pflegen, oder von Personen, die Projekte, bei denen Tiere verwendet werden, beaufsichtigen oder für ihre Gestaltung verantwortlich sind, Bewertung und Zulassung von Projekten, bei denen Tiere verwendet werden, einschließlich ihrer rückwirkenden Bewertung, Auswahl der Verfahren und ihrer Durchführung Entwicklung, Validierung, rechtliche Anerkennung und Umsetzung alternativer Ansätze, Transparenz durch die Veröffentlichung nichtfachlicher Informationen zu Projekten, nationale Durchführungsbestimmungen.
Zudem enthält die Richtlinie aber auch viele philosophische bzw. ideologische Anmerkungen, welche die Stellung der Tiere als Lebewesen im Vergleich zu den Menschen herauf setzt.
Letztlich zeigen Tabellen mit Mindestanforderungen und allgemeinen Vorschriften zur Tierpflege und Haltung die Komplexität und die genau durchdachte Vorbereitung der Versuchsrichtlinie.
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Aber noch ist nicht alles verloren.
Europaweit korrespondieren die Tierschutzvereine und denken über neue Wege nach.
Ganz vom Tisch ist die Tierversuchsrichtlinie nämlich noch nicht.
Hierzu gilt es die nächsten Aktionen abzuwarten.
Dieses Jahr brachte uns so viele gute Nachrichten, dass wir so einen kleinen Rückschritt von starrköpfigen Politikern schon hinnehmen müssen.
Millionen tragen sich in die Petitionslisten ein, und Millionen kaufen ihre Nahrung und Kleidung bewusst ein.
Fast sämtliche Fortschritte haben wir durch das Wecken von Verständnis bei millionen Menschen erzielt und keine Fehlentscheidung von Wenigen und kein noch so abstruser und unverständlich herbeigeführter Rückschritt wird daran etwas ändern.
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Solange der Kommissionsentwurf jetzt noch von
EU-Parlament und EU-Ministerrat beraten wird fordert
die Vereinigung Ärzte gegen Tierversuche all ihre
Freunde auf sich mit selbst formulierten Briefen an Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner zu wenden.
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Im Betreff kann man erwähnen, dass es sich um die
Neufassung der EU- Richtlinie 86/609 handelt.
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Postanschrift:
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Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner
Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und
Verbraucherschutz
11055 Berlin
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Diesen Beitrag im Forum besprechen
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