Kennzeichnungspflicht
Veröffentlicht von: Horwath Mittwoch, den 16. November 2011 um 16:20 Uhr
Europäische Expertenrunde mit VIER PFOTEN und TASSO e.V.Â
Europaweit sollen alle Hunde gekennzeichnet und registriert werden.
Dies fordern die international tätige Tierschutzorganisation VIER PFOTEN und das Heimtierregister TASSO e. V.
Denn mit einer Registrierungspflicht könnte das Elend der Straßenhunde, der illegale Welpenhandel und die tierquälerische Massenzucht eingedämmt werden.
Welche rechtlichen und technischen Voraussetzungen für ein europaweites System erforderlich sind, soll im Rahmen einer Expertenrunde am 17. und 18. November im italienischen Teramo erarbeitet werden.
Organisiert wird die Expertenrunde vom VIER PFOTEN Europabüro und dem wissenschaftlichen Institut Istituto G. Caporale. Auch TASSO e. V., die EU-Kommission Abteilung Tiergesundheit, die Vereinigung der Europäischer Tierärzte sowie technische Experten und die zuständigen Fachleute aus den Ministerien zahlreicher Mitgliedstaaten werden an der Tagung teilnehmen.
Das Ergebnis der Expertenrunde soll der EU-Kommission konkrete Anhaltspunkte geben, um eine europaweite Verpflichtung zur Kennzeichnung und Registrierung von Hunden sowohl im Tiergesundheitsgesetz als auch politisch in der neuen Tiergesundheitsstrategie sowie in einem geplanten Tierschutzgesetz der EU zu verankern.
"Wir stellen nicht nur Forderungen an die Politik, sondern entwickeln machbare Lösungen für den Schutz der Tiere", kommentiert Dr. Marlene Wartenberg, Leiterin des VIER PFOTEN Europabüros in Brüssel.
"Gemeinsam mit dem Instituto G. Caporale bieten wir dafür die erforderliche wissenschaftliche Grundlage."
Das Heimtierregister TASSO e.V. wird im Rahmen des Fachgesprächs die wirtschaftlichen Vorteile der Zusammenführung durch Hund und Halter durch solche Registrierungssysteme erläutern.
Philip McCreight, Leiter von TASSO e.V.: "Nur mit der Möglichkeit der Zuordnung eines Halters zu einem Tier ist das Verantwortungsprinzip für die Tierhaltung herzustellen."
Was für die landwirtschaftlichen Nutztiere und jüngst die Pferde in der EU selbstverständlich geworden ist, müsse auch für Hunde gelten.
"Der öffentlichen Hand ist die Einsparung von Geldern für Tierheime und damit die wirtschaftliche Tragweite einer Hunderegistrierung gar nicht bewusst", so McCreight.
"Neben dem Tierschutzgedanken spart die öffentliche Hand durch die mögliche Rückführung von entlaufenen Tieren eine eklatant hohe Summe, das ist für alle Mitgliedstaaten von Bedeutung und bedarf der gemeinsamen EU-weiten Erörterung."
Zur Zeit gibt es eine EU-weite Kennzeichnungspflicht für Hunde nur auf der Grundlage von zwei Rechtsgrundlagen: Für die private so genannte Verbringung gilt die Verordnung 998/58/EU, das bedeutet, der private Halter benötigt nur für den Fall einer Grenzüberschreitung einen Hundeimpfpass.
Eine Registrierung ist hier nicht vorgesehen.
Nur bei einem Transport mit mehr als fünf Tieren, der als gewerblich gilt, sind die normalen Vorschriften der Lebendtiertransporte anzuwenden.
"Der EU-Gesetzgeber ist beim Heimtierpass auf halber Strecke stehen geblieben", meint Dr. Wartenberg.
"Eine Impfung und ein Heimausweis ohne Registrierung des Tieres ermöglicht eben nicht die Identifizierung des verantwortlichen Halters und keine Rückführung des Tieres zu ihm."
Die Expertenrunde ist Teil des CAROdog-Projekts zum Thema "Rückverfolgbarkeit von Hunden in Europa".
Ziel des CAROdog-Projekts (www.carodog.eu) ist, dass jeder Hund einen erkennbaren verantwortlichen Halter haben soll.
Das würde mittelfristig das Ende die Überbevölkerung der Straßentiere und deren Leiden bedeuten, das Ende gesundheitlicher Risiken für Mensch und Tier, das Ende des illegalen Welpenhandels und der industriellen Massenzucht von Rassehunden für den Schwarzmarkt.
Das wichtigste rechtspolitische Instrument, um diese Ziele zu erreichen, ist neben der Bildung und Information die europaweite Rückverfolgbarkeit von Hund und Halter.
Hintergrund
Das CAROdog Projekt
Das CAROdog Projekt wurde mit der Vorstellung der Website www.carodo.eu im Rahmen der belgischen Ratspräsidentschaft im September 2010 der Öffentlichkeit vorgestellt.
Das Ergebnis des Ersten Fachgesprächs zur EU weiten Kennzeichnung und Registrierung:
TASSO e.V.
Die in Hattersheim bei Frankfurt ansässige Tierschutzorganisation TASSO e.V. betreibt Europas größtes Haustierzentralregister.
Mittlerweile vertrauen 3,2 Millionen Menschen dem seit fast 30 Jahren erfolgreich arbeitenden Verein.
Derzeit sind 5,6 Millionen Tiere bei TASSO registriert und somit im Verlustfall vor dem endgültigen Verschwinden geschützt.
Durchschnittlich alle zehn Minuten vermittelt TASSO ein entlaufenes Tier an seinen glücklichen Besitzer zurück.
Die Registrierung und alle anderen Leistungen von TASSO wie die 24-Stunden-Notrufzentrale, Suchplakate, Notrufplakette und der Suchservice sind kostenlos.
Der Verein finanziert sich ausschließlich aus Spenden großzügiger Tierfreunde.
Neben der Rückvermittlung von Haustieren ist TASSO im Tierschutz im In- und Ausland aktiv und sieht seinen zusätzlichen Schwerpunkt in der Aufklärung und der politischen Arbeit innerhalb des Tierschutzes.
TASSO arbeitet mit den meisten Tierschutzvereinen und -organisationen sowie mit nahezu allen deutschen Tierärzten zusammen.
Der Verein unterstützt regelmäßig Tierheime unter anderem bei kostenaufwändigen Projekten und vergibt jährlich den mit über 10.000 Euro ausgestatteten Tierschutzpreis "Die Goldene Pfote".
Für die Tierbesitzer ist TASSO e.V. ein kompetenter Ansprechpartner für alle Belange des Tierschutzes.
Rechtsgrundlage in der EU
Für (private) Verbringung von Heimtieren (Hunde, Katzen und Frettchen): gemäß der Verordnung 998/58/EU Heimtierausweis mit vorgeschriebenen Impfungen.
Diese Vorschrift gilt jedoch nur für Grenzübertritte.
In Frankreich zum Beispiel ist jeder Halter verpflichtet, einen solchen Heimtierausweis zu erwerben und sich registrieren zu lassen, auch ohne Reisetätigkeit.
Für gewerbliche Transporte für Hunde gilt die Verordnung 1/2005 mit allen Dokumenten.
Die Kennzeichnung
Die Kennzeichnung findet technisch mittels eines Microchips (Transponder) durch den Tierarzt statt.
Hierfür gelten die ISO Normen 1174 und 1183.
Die elektronische Lesung erfolgt durch ein entsprechendes Gerät.
Registrierung in den EU Mitgliedstaaten
Problem ist derzeit das breite Spektrum an existierenden Datenbanken in den Mitgliedsländern.
Es gibt solche der Öffentlichen Hand, private Register, solche mit ausschließlich Daten von Hunden und solche mit Daten aller Heimtiere.
In föderalen Strukturen wie in Deutschland ist es schwieriger, eine Registrierungspflicht festzuschreiben, als zum Beispiel in einem zentralistisch organisierten Staat wie Frankreich.
Privates gemeinnütziges Netzwerk
Europetnet ist ein europäisches privates Netzwerk, dem sich mittlerweile 50 Datenbanken im geographischen Europa angeschlossen haben, so auch TASSO e.V. (siehe oben).
Aber auch Suchmaschinen von Anbietern von Microchips können einzelne Datenbanken abfragen wie etwa DataMars.
Anbieter von Microchips und Lesegeräten
In der EU zählen zu den größten Herstellern von Microchips und Lesegeräten zum Beispiel Datamars (Petmaxx) und PlanetID.
VIER PFOTEN ist eine international tätige Tierschutzorganisation mit Hauptsitz in Wien.
Seit 1988 setzt sich die Organisation mit gezielter Projektarbeit und langfristig angelegten Kampagnen für den Tierschutz ein.
Grundlagen dafür sind fundierte Recherchen einschließlich wissenschaftlicher Expertise sowie intensives nationales und internationales Lobbying auf politischer und gesetzlicher Ebene.
Nationale und internationale Hilfsprojekte sorgen für rasche und direkte Hilfe für Tiere in Not.
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Quelle:
VIER PFOTEN - Stiftung für Tierschutz
Schomburgstraße 120
D-22767Â Hamburg
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Lieber Mastanlage als Biohof?
Veröffentlicht von: Horwath Mittwoch, den 09. November 2011 um 11:53 Uhr
VIER PFOTEN kritisiert neue Studie zur CO2-Bilanz von Geflügel
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Die Tierschutzorganisation VIER PFOTEN äußert heute heftige Kritik an einer neuen Studie zur CO2-Bilanz von Geflügel.
Geflügelfleisch und Eier aus Mastanlagen seien für die Umwelt günstiger als Geflügelfleisch und Eier aus der Biohaltung, so das Ergebnis der Studie.
Erstellt wurde diese von der ABN-Amro Bank und der niederländischen Blonk Umweltberatung. VIER PFOTEN weist darauf hin, dass Geflügelfleisch aus Mastanlagen immer noch mehr als 22-mal so viel CO2 erzeugt wie pflanzliche Produkte.
Ein Kilogramm Geflügelfleisch aus der Intensivmast verursacht nach der neuen niederländischen Studie 3310 Gramm CO2.
Ein Kilogramm Gemüse, nach Angaben des Öko-Instituts Freiburg, dagegen nur 153 Gramm.
Auch den massiven Einsatz von Antibiotika, Hormonen und Pestiziden und deren Auswirkung auf die Umwelt vernachlässige die neue Studie.
Und nicht zuletzt sollten die brutalen Tierquälerei in der Mast für jeden Verbraucher Grund genug sein, den Konsum von Geflügelprodukten stark zu reduzieren.
„Wer Geflügelfleisch kauft, schadet der Umwelt, dem Klima und den Tieren“, sagt Kampagnenleiterin Dr. Martina Stephany von VIER PFOTEN.
Pro Kilo Geflügelfleisch aus der Intensivmast werden zudem laut neuer Studie 4,67 Quadratmeter Ackerland für Futtermittel wie Mais, Weizen und Soja benötigt.
„Oftmals ist dies dann noch gentechnisch verändert oder für den Anbau von Soja werden Regenwaldflächen abgeholzt“, kritisiert Stephany.
Laut UN-Welternährungsorganisation ist die Herstellung tierischer Produkte einer der Hauptverursacher der schlimmsten Umweltprobleme unserer Zeit.
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Quelle:
VIER PFOTEN – Stiftung für Tierschutz
Schomburgstraße 120
22767 Hamburg
www.vier-pfoten.de
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Unsauberkeit bei der Katze
Veröffentlicht von: Horwath Montag, den 07. November 2011 um 17:09 Uhr
Katzen sind von Natur aus reinliche Tiere.
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Dennoch klagen viele Besitzer über plötzliche und anhaltende Unsauberkeit bei ihren Stubentigern.
Dieses Verhalten kann ein Zeichen dafür sein, dass sich die Tiere durch etwas gestört fühlen.
VIER PFOTEN gibt Tipps, worauf Katzenhalter in solch einem Fall achten sollten.
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Grundsätzlich sollte zunächst der Tierarzt prüfen, ob die Katze gesund ist.
So können zum Beispiel Verletzungen oder Harnwegserkrankungen zu unkontrolliertem Harnabsatz führen.
Häufig beginnt das Problem mit einsetzender Geschlechtsreife: Junge Kater markieren mit Urin – ein arttypisches Verhalten, das durch frühzeitige Kastration verhindert werden kann.
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Ist das Tier organisch gesund, sind die Gründe meist im Umfeld zu suchen.
Katzen sind sehr sensibel und reagieren empfindlich auf kleinste Veränderungen: Ist vielleicht ein neues Heimtier in ihr Revier eingezogen, oder gibt es einen neuen Partner, mit dem die Katze die Streicheleinheiten nun teilen muss? Auch neue Möbel können das Tier irritieren.
Die Katze ist verunsichert und reagiert mit Unsauberkeit.
Dieses untypische Verhalten drückt Protest aus und ist gleichzeitig als Hilferuf zu verstehen.
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„Katzenhalter sollten ihr Tier langsam an Veränderungen heranführen“, rät Heimtierexpertin Birgitt Thiesmann von VIER PFOTEN.
„Ein neuer Partner kann sich zum Beispiel zunächst durch kurze Besuche mit der Katze bekannt machen.
Keinesfalls darf er das Tier bedrängen; die Katze muss von sich aus Kontakt aufnehmen.“
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Findet sich Urin oder Kot in unmittelbarer Nähe der Katzentoilette, ist meist die Toilette selbst das Problem.
Möglicherweise ist sie zu klein, wird nicht oft genug gereinigt, oder die Einstreu gefällt der Katze nicht.
Auch der Standort ist wichtig: Katzen brauchen ein ruhiges Plätzchen, an dem sie ungestört sind.
Die Katzentoilette sollte außerdem weder zu nahe am Schlafplatz noch an der Futterstelle stehen.
In einem Mehrkatzenhaushalt braucht jedes Tier seine eigene Toilette.
Es gilt: Lieber eine Katzentoilette zu viel, als eine zu wenig.
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„Auf keinen Fall sollte die Katze zur Strafe geschüttelt, geschlagen oder mit der Nase in den Urin gestupst werden,“ warnt Thiesmann.
„Dadurch wird das Problem nur verschlimmert, da sie so das Vertrauen zum Tierhalter verliert.“
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Zum Reinigen der Flecken eignen sich Essigwasser oder spezielle Mittel gegen Urinflecken aus dem Zoofachhandel, die auch den Geruch gründlich beseitigen.
Meiden Sie dagegen ammoniakhaltige Mittel, da diese die Katze verstärkt zum Markieren animieren.
„Sollte sich das Tier bevorzugt eine Stelle ausgesucht haben, empfiehlt es sich, genau dort die Katzentoilette aufzustellen“, so Thiesmann.
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Quelle:
VIER PFOTEN – Stiftung für Tierschutz
Schomburgstraße 120
22767 Hamburg
www.vier-pfoten.de
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Hände weg von Daunenjacken
Veröffentlicht von: Horwath Mittwoch, den 02. November 2011 um 05:10 Uhr
VIER PFOTEN warnt vor verstecktem TierleidÂ
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Herbst und Winter stehen vor der Tür, die Konsumenten denken über den Kauf von Winterjacken nach.
Viele greifen jetzt zur Daunenjacke, die kuschelig warm und ein vermeintlich naturnahes Produkt ist.
Die Tierschutzorganisation VIER PFOTEN informiert, worüber die meisten beim Kauf nicht nachdenken: Wo kommen die Daunen überhaupt her und wie werden sie gewonnen? Fakt ist, dass die Daunen in den Jacken entweder aus Lebendrupf oder aus tierquälerischer Massentierhaltung wie der Stopfmast stammen.
Beim Lebendrupf werden den Gänsen am lebendigen Leib die Federn herausgerissen.
Verdeckte Ermittler von VIER PFOTEN wurden in Polen, Ungarn und China selbst Zeuge dieser grausamen Praxis.
Sie sahen panische Gänse, blutende Wunden, die ohne Betäubung vernäht wurden, gebrochene Flügel, sterbende Tiere.
Diese Prozedur müssen die Gänse meist mehrmals in ihrem kurzen Leben über sich ergehen lassen, bevor sie geschlachtet werden.
Bei der Stopfmast werden die Tiere in hautengen Käfigen mehrmals täglich gestopft und sind am Ende der 2-3 wöchigen Zwangsmast todkrank.
Aber nicht nur der Tierschutz bleibt bei den Gänse-, Entenfedern und Daunen auf der Strecke, sondern auch die Natur.
Die Massentierhaltungen verseuchen Luft, Land und Wasser.
Das angebliche Ökoprodukt Daune hat eine schreckliche Umweltbilanz.
VIER PFOTEN fordert daher alle tierlieben Menschen dazu auf, sich für Jacken aus synthetischen Alternativen zu entscheiden.
„Das Problem ist, dass man selbst als Experte nicht unterscheiden kann, ob die Daunen von lebenden oder von toten Tieren stammen“, sagt Kampagnenleiterin Dr. Martina Stephany von VIER PFOTEN.
„Es gibt kein Zertifizierungssystem und damit auch keinerlei Sicherheit.“
Offiziell ist die Entnahme von Daunen und Federn bei lebenden Gänsen nur erlaubt, wenn es den Tieren keine Schmerzen, Leiden oder Verletzungen zufügt, also durch Ausbürsten oder Auskämmen und während der Mauser.
„Die Industrie hat sich dafür tolle Namen wie „Mauserrupf“, „Harvesting“ oder „Gathering“ ausgedacht“, erklärt Stephany.
„In der Praxis ist das natürlich vollkommen unrealistisch und die Branche konnte weltweit noch keinen Betrieb nennen, der dieser harmlosen Praxis nachweisbar nachgeht.“
Auf die Angaben der Verkäufer ist dabei keinerlei Verlass, warnt VIER PFOTEN.
Ende 2010 wies die Tierschutzorganisation nach, dass mehrere Firmen, die schriftlich versichert hatten, keinen Lebendrupf zu verarbeiten, genau das taten.
Es folgte ein Boykott aller großen Versandhäuser.
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Quelle:
VIER PFOTEN – Stiftung für Tierschutz
Schomburgstraße 120
22767 Hamburg
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Mäster versteckt verletzte Schweine vor Veterinäramt
Veröffentlicht von: Horwath Mittwoch, den 02. November 2011 um 05:06 Uhr
VIER PFOTEN fordert besseres Kontrollsystem
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Um bei der Kontrolle des Veterinäramts gut dazustehen, hat ein Mäster aus der Grafschaft Bentheim knapp 70 schwer verletzte Schweine in einer Lagerhalle „versteckt“.
Sechs Tiere waren so krank, dass sie vor Ort eingeschläfert werden mussten.
Die Tierschutzorganisation VIER PFOTEN nimmt diesen Vorfall erneut zum Anlass, um auf bessere Kontrollen in der Intensivtierhaltung zu drängen.
Angekündigte Kontrollen, die im Regelfall auch nur alle drei Jahre stattfinden, seien in der Praxis wertlos.
Die Mäster können sich in Ruhe darauf vorbereiten und verletze Tiere „entfernen“, bevor das Veterinäramt eintrifft.
VIER PFOTEN fordert stattdessen unangekündigte Kontrollen.
Anlagen müssten mindestens ein Mal pro Mastdurchgang kontrolliert werden.
Auch das Anbringen von Kamera in den Mastanlagen könne für mehr Transparenz und weniger Tierquälerei sorgen.
„In der Agrarindustrie ist das Leben eines einzelnen Tieres wertlos“, sagt Johanna Stadler, Geschäftsführerin von VIER PFOTEN.
„Wenn die Medikamente für ein Tier mehr kosten, als der Landwirt am Ende für das Schlachtfleisch bekommt, ist es Standard, die Tiere lieber dahinvegetieren zu lassen.“
Auf das Gewissen der einzelnen Landwirte zu hoffen, sei vergebens.
„Die Erfahrung hat gezeigt: Tierquälerei in den Mastanlagen kann nur durch stärkere Kontrollen verhindert werden“, so Stadler.
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Quelle:
VIER PFOTEN – Stiftung für Tierschutz
Schomburgstraße 120
22767 Hamburg
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