Fleischproduktion für den Mülleimer

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Veröffentlicht von: Horwath Donnerstag, den 16. Juni 2011 um 09:39 Uhr

Laut der aktuellen „Save Food“-Studie wirft jeder Deutsche im Jahr durchschnittlich 80 Kilogramm Lebensmittel in den Mülleimer.

 

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11 Prozent der weggeworfenen Lebensmittel jedes Jahr fallen auf Fleisch und Fisch zurück, weitere 11 Prozent auf Milchprodukte.

Anlässlich dieser Zahlen fordert die Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e. V. alle Menschen zu einem bewussteren Einkauf und zum Vermeiden von Lebensmittelabfällen auf.

Dadurch könnten jedes Jahr 720.000 Tonnen weniger Fleisch und Fisch produziert werden.

Das bedeutet: Hunderttausende Tiere könnten vor den Qualen der Intensivtierhaltung und einem Fließband-Tod im Schlachthof gerettet werden – allein in Deutschland.



„Ein besser geplantes Einkaufsverhalten spart nicht nur bares Geld und senkt den CO2-Ausstoß, sondern vermeidet viel unnötiges Leiden für die Tiere“, sagt Sabine Weick, Ökotrophologin bei PETA.

Auch ökonomisch rechnet sich das tierfreundliche Einkaufen: Pro-Kopf könnte jeder Konsument einen Betrag von ca. 310 Euro einsparen, der sonst in der Tonne landet.

„Wer im Supermarkt unreflektiert zu abgepackten Hähnchenteilen greift, die im Doppelpack günstiger sind, unterstützt mit seinem Geld nicht nur eine Industrie der Ausbeutung und des Tötens, in der ein einzelnes Leben nichts wert ist, sondern er läuft auch Gefahr, neben dem Verpackungsmüll das zu viel gekaufte oder zu Hause schlecht gelagerte Fleisch am Ende in den Müll zu werfen.“

Weitere Informationen und kostenlose „Veggie Starter Kits“ sind auf www.goveggie.de erhältlich.

 


 

Quelle:

PETA Deutschland e. V.
Benzstr. 1

70839 Gerlingen

 

Bild:

Eoin Mahon

 


 

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Kasia und Basia in Sicherheit

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Veröffentlicht von: Horwath Dienstag, den 14. Juni 2011 um 14:58 Uhr

VIER PFOTEN hat die beiden Bärinnen aus Polen in den BÄRENWALD Müritz überführt.

 

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Kasia und Basia sind am Wochenende wohlbehalten im BÄRENWALD Müritz in Mecklenburg-Vorpommern angekommen.

Weil es in ihrer Heimat keine alternative Unterbringung gab, hätten die beiden gequälten Braunbärinnen aus einem polnischen Zoo vielleicht sterben müssen.

Jetzt hat VIER PFOTEN die Tiere gerettet und in ihr neues Zuhause überführt.

 

Fünf Stunden Fahrt hatten die Bärinnen auf dem Weg in ihre neue Heimat zu meistern, doch unter der fachgerechten Betreuung von Dr. Frank Göritz, Wildtierarzt des Berliner Instituts für Zoo- und Wildtierforschung, verlief die Reise für die Tiere ohne Strapazen – während der Fahrt wurden die Tiere von einem routinierten VIER PFOTEN Team betreut.

„Kasia und Basia haben die Reise gut überstanden.

Wir sind sehr zuversichtlich, dass sie sich in den nächsten Tagen gut in ihrem neuen Gehege eingewöhnen“, sagt Carsten Hertwig, Leiter des Bärenkompetenzzentrums von VIER PFOTEN nach der Fahrt bei Ankunft im BÄRENWALD Müritz.



Noch vor der Reise waren die Bärinnen von Dr. Göritz untersucht worden.

Blut- und Kotproben werden in den kommenden Tagen mehr Aufschluss über den gesundheitlichen Zustand der Braunbärinnen geben – erst dann können geeignete Therapiemaßnahmen folgen.

Die 15 und 27 Jahre alten Bärinnen wurden in einem Zoo in Leszno /Westpolen ohne Lizenz gehalten.

Die Umstände waren katastrophal: „Beide Tiere hatten zusammen ca. 60 Quadratmeter Fläche zur Verfügung – nur Beton und Eisen, ohne Rückzugsmöglichkeit.

Die hygienischen Bedingungen waren furchtbar und haben die Gesundheit der Tiere angegriffen.

Außerdem wurden sie mit Unmengen an zuckerhaltigem Weißbrot gefüttert – eine konstante Fehlernährung, die bei den beiden Bären mit Sicherheit zu schweren gesundheitlichen Schäden geführt hat,“ so Carsten Hertwig. Bereits im Jahr 2009 war ein Bär wegen der schlechten Haltungsbedingungen gestorben.



Im BÄRENWALD Müritz wurden die Bärinnen zunächst in ein Beobachtungsgehege gebracht.

"Die ersten Stunden in der neuen Freianlage sind für uns immer ganz besonders spannend", erklärt Patrick Boncourt, Bärenexperte bei VIER PFOTEN.

"Solche Bären hatten in ihrem Leben noch nie zuvor einen Büschel Gras unter ihren Tatzen. Kasia und Basia werden nach dem Transport noch einige Tage benötigen, um sich an die neue Anlage zu gewöhnen. Erfahrungsgemäß sollte das aber kein Problem sein.“



Das Bärenschutzzentrum bietet Braunbären aus Gefangenschaft einen naturnahen Lebensraum.

Hier können sie ihre natürlichen Verhaltensweisen wiederentdecken und ausleben.

Durch den Ausbau auf insgesamt 16 Hektar ist der BÄRENWALD Müritz nun doppelt so groß wie zuvor und damit das größte Bärenschutzzentrum in Westeuropa.

Seit 2006 finden Bären aus schlechter Haltung hier ein tiergerechtes Zuhause.

Mit Kasia und Basia leben nun dreizehn Bären in dem naturnahen Freigehege am Plauer See.



Die Befreiung von Bären aus ehemals schlechter Haltung gehört zu den Erfolgsstories von VIER PFOTEN.

In den letzten Jahren gelang es der Tierschutzorganisation in zahlreichen Einsätzen, alle Tanzbären in der EU zu retten und zu überführen.

Nun kündigt VIER PFOTEN an, sich um weitere Braubären zu kümmern, die überwiegend in Osteuropa noch immer in viel zu kleinen Käfigen und Zwingern gehalten werden:



“Auch in Polen sind Kasia und Basia nicht die einzigen Problemfälle.

VIER PFOTEN verfügt über eine Datenbank zur Haltung von Bären in Polen – die meisten Haltungen sind inakzeptabel.

VIER PFOTEN fordert daher für Polen umgehend verbesserte Standards zur Bärenhaltung.

Besonders die derzeitige Mindestgröße von Gehegen mit 100 Quadratmetern pro Bärenpaar muss mindestens auf das Fünffache erweitert werden.

Für vorerst 16 Bären muss dringend schnell eine Lösung für eine artgemäßere Haltung gefunden werden.

Hier bietet VIER PFOTEN der polnischen Regierung die Zusammenarbeit an“, sagt Carsten Hertwig.

Wenn die Mindeststandards und weitere Haltungsbedingungen für Braunbären gesetzlich verbessert werden, unterstützt VIER PFOTEN den Bau einer Bärenfreianlage in Polen, um für die schlimmsten Schicksale ein neues Zuhause in artgemäßer Haltung zu ermöglichen.



Die Kompetenz im Bereich der artgemäßen Bärenhaltung beweist VIER PFOTEN mit drei eigenen BÄRENWÄLDERN in Österreich, Bulgarien und Deutschland.

In einem artgemäßen Lebensraum leben dort insgesamt 42 Bären, die aus katastrophalen Haltungsbedingungen gerettet wurden.

Ein Bär verfügt dort durchschnittlich über mehrere tausend Quadratmeter Wald- und Wiesenlandschaft.

 


 

Quelle:

VIER PFOTEN - Stiftung für Tierschutz, Schomburgstraße 120, D-22767 Hamburg

 


 

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Vegetarier sind Klimaschützer

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Veröffentlicht von: Horwath Freitag, den 15. April 2011 um 20:38 Uhr

Katja Riemann präsentiert neues Vegetarismus-Motiv.

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Schauspielerin und Sängerin Katja Riemann engagiert sich jetzt erstmals für die Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e.V.

In einem maßgeschneiderten Gemüsekleid posiert sie für gesunde Ernährung: „Vegetarier sind Klimaschützer“ lautet der Slogan des Motivs, das in Berlin von der Fotografin Nela König in Szene gesetzt wurde.

Das Kleid wurde in stundenlanger Kleinstarbeit angepasst und setzt sich aus Kohl, Salat, Chilis und anderem Gemüse zusammen.

 

Katja Riemann ernährt sich bereits seit vielen Jahren vegetarisch: „Weil ich aus einer armen Familie komme konnten wir zu Hause nie `gutes Fleisch´ essen, sondern aßen Innereien wie Leber und Niere.

Dadurch war wohl bei mir der Bezug zu Fleisch von Anfang an gestört und irgendwann habe ich mich dann nur noch vegetarisch ernährt. Mein Tipp? Lustvoll essen!“

 

Das Essverhalten beeinflusst stark den Klimawandel, dies belegen u.a. Studien der UN Welternährungsorganisation (FAO), des Worldwatch-Instituts, der Chicago-Universität oder des Potsdam Institut für Klimafolgenforschung.

Allein in einem Kilo Rindfleisch stecken so viele Emissionen wie in einer Autofahrt von 250km, so viel Energie wie der 20-tägige Betrieb einer 100-W-Glühbirne und so viel Wasser wie der Jahresverbrauch bei täglichem Duschen.

Besonders die Abholzung der Wälder für Weideflächen und die Anpflanzung der Futtermittel belastet die Klimabilanz eines jeden Fleischessers mit jährlich etwa 1,5t CO2-Äquivalenz mehr als die eines Vegetariers oder Veganers.

 



PETA Deutschland e. V.
Benzstraße 1
70839 Gerlingen 

 



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Frühlingserwachen der Igel

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Veröffentlicht von: Horwath Dienstag, den 05. April 2011 um 14:21 Uhr

VIER PFOTEN ruft Verkehrsteilnehmer jetzt zu besonderer Umsicht auf

 

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Ende März bis Mitte April ist die Zeit, wenn die Igel langsam aus ihrem mehrmonatigen Winterschlaf erwachen.

Die internationale Tierschutzorganisation VIER PFOTEN ruft daher Verkehrsteilnehmer auf, jetzt besonders aufmerksam zu fahren, denn auf der Suche nach Nahrung passieren die Tiere auch Straßen – für viele von ihnen ein tödliches Verhängnis.

 

Während des Winterschlafs nehmen Igel keinerlei Nahrung zu sich und leben von ihren Fettreserven.

Wenn Sie im Frühling erwachen, haben sie rund 30 Prozent ihres Körpergewichts verloren.

Um sich die eingebüßten Fettpolster wieder anzufuttern, verlassen sie ihre Winterschlafnester und machen sie sich auf die Suche nach Käfern, Regenwürmer, Larven sowie Schnecken, Hundert- und Tausendfüßer, Spinnen und sonstige Insekten.

 

Leider werden jedes Jahr über eine halbe Million Igel in Deutschland überfahren.

Autofahrer sollten in den kommenden Monaten daher besonders in der Dämmerung Ausschau nach den stacheligen Weggefährten halten.

Johanna Stadler, Geschäftsführerin von VIER PFOTEN, erklärt: „Der Lebensraum der Igel hat sich von ländlichen Gegenden verstärkt in menschlichen Siedlungsraum verlagert, daher muss man auch in städtischen Gebieten jederzeit damit rechnen, einen Igel auf der Fahrbahn zu entdecken.

Bitte fahren sie daher besonders in den Morgen- und Abendstunden vorsichtig.“

 


 

Quelle:

VIER PFOTEN - Stiftung für Tierschutz

Schomburgstraße 120

D-22767 Hamburg

 


 

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Knut starb an Hirnerkrankung

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Veröffentlicht von: Horwath Mittwoch, den 23. März 2011 um 07:38 Uhr

Angesichts der Obduktion von Knuts Leiche, die eine Hirnerkrankung ergab, fordert die internationale Tierschutzorganisation VIER PFOTEN erneut ein Ende der Eisbärenhaltung in Zoos.

 

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„Trotz Platzmangel und genetischer Risiken in Knuts Stammbaum wurde mit seinen Eltern gezüchtet“, sagt Thomas Pietsch, Wildtier-Experte von VIER PFOTEN.

„Knuts Vater stammt aus einer Inzucht – ob derartige Faktoren zum Tod von Knut beigetragen haben, bleibt jedoch unklar.“

Klar ist dagegen, dass der Berliner Zoo mit seinem Publikumsliebling Knut Millionen verdient hat, und dass Eisbären im Zoo leiden: Der natürliche Lebensraum der Langstreckenläufer kann in Gefangenschaft nicht nachgebildet werden; Bedürfnisse wie Partner- und Nahrungssuche, Jagd- und Fluchtverhalten werden in der reizarmen Umgebung dauerhaft unterdrückt.

 

„Der Zoo Berlin und andere zoologische Einrichtungen, die Eisbären präsentieren, sollten auf Nachzuchten verzichten und die Haltung der Tierart auslaufen lassen“, fordert Pietsch.

„Der Bau neuer Anlagen z.B. im Hamburger Tierpark Hagenbeck gehört auf Eis gelegt.“

Die freiwerdenden Gelder und Flächen können für die Verbesserung anderer Gehege und den Schutz bedrohter Arten in ihren natürlichen Lebensräumen verwendet werden.

Andere Zoologische Gärten haben sich bereits von dieser Tierart verabschiedet.

 

Aus Tierschutzsicht ist es erforderlich, dass Zoos langfristig auf Tiere verzichten, deren Lebensanforderungen in Gefangenschaft nicht genügend berücksichtigt werden können.

Nicht nur Eisbären sondern auch andere Großraubtiere, Elefanten, Menschenaffen oder Delfine sind nach Ansicht von VIER PFOTEN für die Zoohaltung besonders ungeeignet.

Mit einer Reduzierung von Problemarten – auch von Publikumsmagneten – zugunsten einer besseren Haltung der verbleibenden Tiere könnten Zoos zeigen, dass für sie Tierschutz vor kommerziellen Interessen steht.

 


 

Quelle:

VIER PFOTEN - Stiftung für Tierschutz

Schomburgstraße 120

D-22767 Hamburg

 

Foto:

Eisbär Knut im Alter von 2 Jahren (Zoologischer Garten Berlin)

Autor: Aconcagua

 


 

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